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2004/08/31(火)
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グーテンターク☆ベルリンから愛を込めて
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皆様お久しぶりです。27日から日記の更新を怠っていたのですが、実は私、昨晩から北欧、ドイツはベルリンに来ているのです。まあ、8月後半とはいえ、まだ夏だろう、と思っていつものようにサンダルとミニスカートで来てしまったら、こっちは寒い。街行く人々も皆コートを羽織って、冬仕度なのでした。
ベルリンでの連絡先(9月7日まで) 森鴎外記念館 お使いの国際電話番号 0049ー30ー282ー6097 (日本語でも対応できます) FAX 0049ー30ー281ー5068 E−MAIL renaart@hotmail.com まで。
ベルリンでは明日から10月8日まで森鴎外記念館さんの方で、私の個展【分離するからだ】を開催致します。館長のベアーテ ウエーバーさんのお宅に御厄介になりながら、9月8日迄一週間、ドイツライフを楽しみたいと思っております。 森鴎外記念館 LuisenstraBe 39 D-100117 Berlin 良かったら地の果て迄、見に来てね★
ベルリンは2年前やはり個展で加藤老人と当時まだ0歳だったにゃんと訪れた事があります。そこで感じた戦後の歴史を感じる街並、旧東ドイツのサブカルチャーの熱さ。実にいろいろな国からアーティストがやってきているのです。今回の旅ではどんなことを感じることができるのでしょうか。日記でも、展覧会ルポ、デモ乱入、などを考えております。レポート待っていてね。
先日、日本美術会でのシンポジウム、雨の中多くの方に来ていただいて、しかも4時間にわたって長い間、お話を聞いて下さってありがとうございました。私も勉強になることがたくさんありました。是非、また呼んで下さいませませ。
ではドイツ語ですが、展覧会のプレスリリースを添付します。どなたかドイツの御友人、プレス関係の方が居たら御紹介くださいね。
Einladung zur Vernissage der Ausstellung
Rena Masuyama 増山麗奈
Getrennte 分 離 する Koerper からだ am 2. September um 18 Uhr Mori-Ogai-Gedenkstaette, Luisenstrasse 39 10117 Berlin, 1. Stock, TEL: 282 60 97 1. September bis 8. Oktober
Rena Masuyama
geboren 1976 in Chiba. Bereits als Oberschuelerin bestieg die mutige und unternehmungslustige junge Frau den Himalaya. Beim Anblick des ergreifenden Sonnenuntergangs fasste sie den Entschluss Malerin zu werden, um ueber die Kunst die Herzen der Menschen zu erreichen. 1995 wurde sie Studentin an der Tokioter Akademie der Kuenste. Malerei und Life-Performances stehen im Zentrum ihrer kuenstlerischen Entdeckungsreise, gleichzeitig ist sie fuer andere Kunstrichtungen und Erfahrungen offen: Body painting, Portraet- und Buehnenbildmalerei, Buchgestaltung und -Illustration, Filmkunst; sie betreibt sogar eine eigene kleine Firma "Rena Jeans" mit von ihr bemalter jugendlicher Unikat-Kleidung. Ihr zentrales Thema ist die "Wiedererweckung des Koerpers" (shintaisei no fukkatsu). Vor allem des weiblichen Koerpers, seines Eros, seiner Faehigkeit Leben zu gebaeren, seiner Eigenstaendigkeit und Wandelbarkeit. So verwundert es nicht, dass die attraktive Rena Masuyama sich selbstbewusst auf ihren Koerper besinnt und diesen gern als Modell in ihre Bilder aufnimmt, als Frau und junge Mutter gleichermaァen. Eine Selbstentdeckung, die fuer sie waehrend der Schwangerschaft 2001 begann. Die schwangere Frau steht fuer sie in verschiedenster Weise fuer den Grenzbereich zwischen Hier und Dort, Leben und Tod, Ver-ruecktheit und Vernunft usw. Dieser Grenzberich wie auch das Abgetrenntsein sind seither Thema ihrer Kunst. Als moderne Frau hat sie ihre fotogene Ausstrahlung ebenso im Kimono bewiesen, wie sie im sommerlichen Alltag und auf ihren Bildern gern Haut zeigt. Ihre Aesthetik, die Medienversiertheit und der spielerische Wagemut sind stellvertretend fuer viele junge Frauen im heutigen Japan. Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen fuerten sie bisher von Tokyo nach Berlin (2002), Hong Kong, Macao, Seoul. Gelegentlich schreibt sie Buchkritiken oder haelt Vortraege.
2002 im September wurde ihr der Preis von Radio F/M Tokyo fuer Event-Kunst verliehen.
Im Maerz 2003, kurz vor Beginn des Irak-Krieges, protestierte sie mit Gleichgesinnten in einer spektakulaeren Aktion gegen den drohenden Krieg und die Beteiligung Japans: eine Demonstration junger Frauen in rosafarbenen Bikinis. Diese Demo ist die Geburtsstunde der Vereinigung "pfirsichfarbener Guerillas", die Ausstellungen, Performances und Shows gegen den Krieg organisieren zusammen mit Schaupielern, Puppenspielern und Straァenmusikern.
Im Februar 2004 reiste sie nach Bagdad und nahm Kontakt zu irakischen Kuenstlern auf, die, wie sie in Interviews berichtete, durch die Befreiung von der Diktatur nun eine lebendige Kreativitaet entfalten. Anfang Maerz flog sie wieder nach Bagdad, arbeitete dort mit irakischen Kuenstlern zusammen, besuchte Schulen, Galerien, Ateliers, suchte aus und kaufte an fuer eine Ausstellung in Tokyo, "Moderne irakische Kunst" mit Malerei, Animation und Musik. Die Kunstwerke sollen einen Eindruck vom Leben im Irak vermitteln jenseits der durch Medien strapazierten Bilder von den Kriegsschauplaetzen und Greueltaten. Ab Sommer 2004 wird diese Ausstellung ueber das von ihr geschaffene Netzwerk in Seoul zu sehen sein. Mehrere Werke entstanden inzwischen gemeinsam mit koreanischen und irakischen Kuenstlern, eine Coproduktion, die sie in Berlin fortsetzen moechte.
Rena Matsuyama hat ihren Schock bei Ausbruch des Irak-Krieges produktiv gemacht, indem sie eindringlich und plakativ ihrer Erschuetterung und ihrem Protest gegen den Krieg an sich und gegen die Haltung der japanischen Regierung kuenstlerisch Raum gab. Dem politischen Desinteresse ihrer Generation versucht sie ihr "Love & Art Network" (LAN, auch Local Area Network) entgegenzusetzen. Ihr bisheriges Werk verzeichnet eine Vielzahl von Stilen und Ausdrucksformen von der Ergruendung des Koerpers ueber spirituelle Themen, traditionelle Malweisen bis hin zum politischen Engagement. Man begegnet einem vielfaeltigen Patchwork - welchen Weg das eines Tages ergeben koennte, ist noch vage, und gerade das macht ihre aufrichtige Suche so sympathisch.
Rena Masuyama ist heute ungefaehr genauso alt wie Mori Ogai, als er 1887/88 in Berlin studierte. Die Mori-Ogai-Gedenkstaette freut sich, diese bemerkenswerte und mutige Kuenstlerin vom 1. September bis 8. Oktober vorzustellen.
Links: Homepage Rena Masuyama http://www.gameni.org/renaart/index.html
Pfirsichfarbene Guerilla http://www.gameni.org/momoirogerira/
Ausstellung irakischer Kunst in Tokyo http://npopeaceon.org/lantoiraq/index.html
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